Hallo liebe Leser und Leserinnen,

heute ein ernstes Thema, leider: Ich stelle fest, dass Populismus, Engstirnigkeit, vorgefasste Meinungen, Unfähigkeit zum Kompromiss usw. mehr und mehr dazu führen, dass echte Diskussionen nicht mehr möglich sind. Das bereitet mir Kopfzerbrechen und ich habe mir darüber Gedanken gemacht...

Viele Grüße,

Markus

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Gedanken: Diskussion gestern und heute

In der Schule lernt man fürs Leben, wurde uns immer gesagt. Nunja, in gewisser Weise haben "die" damals Recht gehabt, ich gebe es zu.

Eine Sache, die mir beigebracht wurde war, dass ich in einer Diskussion Argumente vorbringen soll. Es wurde gelehrt, in welcher Reihenfolge und wie der Aufbau sein solle. Dann wurde mir beigebracht, dass ich dem anderen zuhören solle und auf seine Argumente eingehen solle und diese - nach Möglichkeit - entkräfte. Ganz wichtig war meiner Deutschlehrerin immer, dass man den Diskussionspartner ausreden lässt und inhaltlich (nach Möglichkeit) auf das Gesagte eingeht.

Ich lernte, logische Gruppen und Ketten zu bilden und damit Aussagen zu begründen. Und ich lernte, dass man sich einigen soll; man soll einen Kompromiss finden. Aber auch, wenn dies nicht gelingt, man soll stets den anderen menschlich achten und respektieren - und auch seine Meinung respektieren, selbst, wenn man sie auch nach der Diskussion nicht teilen kann oder möchte.

Ich denke, das liest sich soweit erstmal gut. Und nun schauen wir mal in die Gegenwart, meine Schulzeit ist ja schon über 20 Jahr her.

Man findet Diskussionen heutzutage oft in anderer Form als der des persönlichen Gesprächs. Zum Beispiel in sozialen Medien. Um ehrlich zu sein, sehe ich keine Gründe, warum man deswegen von den mir beigebrachten Grundsätzen abweichen sollte. Ich habe mir mal die Kommentare unter diversen Artikeln vom Tagesschau-Account und vom SpiegelOnline-Account durchgelesen.

Tja, das lief im Grunde immer gleich ab: Einer kritisiert den Artikel (oder stimmt ihm zu, das ist eigentlich egal). Der nächste findet, dass derjenige deswegen ein Nazi/Rassist - oder wenn es andersherum ist - ein Linksgrünversiffter/Gutmensch ist. Dann wird über das Profilbild eines der Schreiber gelästert und schlussendlich wird über die Rechtschreibung hergezogen.

Liest man solche Verläufe, so könnte man den Eindruck bekommen, dass die Menschen gar nicht mehr daran interessiert sind, Meinungen *auszutauschen* - es scheint, sie wollten ihre Meinung *rausposaunen* - aber dann ist auch gut, begründen, erhärten, vertreten... nein, das ist nicht in deren Interesse. Versucht das jemand, in dem er seine Meinung mit Fakten belegt, so kommt als nächste Reaktion immer etwas in Richtung Lüge oder "alternative Fakten" oder Verschwörungstheorien.

Solches Verhalten sagt - das ist meine Meinung - viel über den Zustand einer Gesellschaft aus. Ich will das gar nicht bewerten, das kann jeder für sich selbst tun.

Zumindest scheint es so, dass zum einen eine andere Meinung zu haben bedeutet, dass man oft menschlich abqualifiziert wird (in den Augen derjenigen, die die andere Meinung haben) und damit als Ziel für Beschimpfungen quasi freigegeben wird. Zum anderen scheint das Interesse daran, eine eigene Meinung zu ändern oder anzupassen nicht mehr vorhanden zu sein. In einem anderen Zusammenhang habe ich einmal den Leitsatz

"Ich diskutiere, um besser zu verstehen, nicht um zu gewinnen."

gehört. Wie ich finde, ein bemerkenswerter Satz, der in der heutigen Zeit (so ist meine Meinung) unbedingt beachtet werden sollte.

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Meine Lieblingsbeiträge der letzten Zeit:

Was bedeutet eigentlich "Rechtsstaat"?

Man könnte sagen, die in der Überschrift gestellte Frage ist ganz einfach zu beantworten. "Wir" sind ein Rechtsstaat - wobei "wir" jetzt "Deutschland" bezeichnen soll. Und aktuell würde ich auch sagen, dass ist eine korrekte Antwort. Aber ich erkenne Tendenzen, die mir so gar nicht gefallen. Der berühmt-berüchtigte "Fall Sami A." ist so eine Tendenz. Aber mal eins nach dem …

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Bitte Abstand halten. Diskretion.

Diskretion, bitte!

Jeder kennt dieses Schild mit der Aufschrift "Diskretion - bitte Abstand halten!", welches gerne in Apotheken steht oder in Banken oder manchmal auch beim Autovermieter. Dort habe ich es schon oft gesehen und es natürlich sowohl verstanden, wie auch respektiert. Ein anderer Ort, an dem man dieses Schild gerne mal sieht, sind Arztpraxen. Dort gibt es ja meistens einen Tresen …

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Reklame: Ich versprach es... hier gibt es Werbung!

Nach der schweren Kost nun etwas leichte Kost... "Preiswert" stimmt heute nicht mehr so ganz, glaube ich.

https://youtu.be/KK2KFnda9OY

Den Spot gab es nicht im Fernsehen, nur im Kino.

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Danke fürs Lesen!

Schön, dass ihr bis hierher alles durchgelesen habt. Ganz DSGVO-konform gehts hier weiter im Text, denn abmelden vom Newsletter kann man sich ganz unten, also hier: