Markus Hof

Alnatura, Fahrräder und Ökos…

Wenn man die Überschrift so betrachtet, könnte man denken: das sind drei Worte, mit denen der Autor nun so gar nichts zu tun hat. Korrekt. Indirekt aber dann doch.

Mein täglicher Arbeitsweg, mein Weg zum (fast 24 Stunden geöffneten) Nahversorger, mein Weg zum Geldautomaten – also, um es kurz zu machen, viele meiner Wege führen an einem „Alnatura“-Geschäft vorbei. So spannend ich die Entstehungsgeschichte von Alnatura auch finde, aktuell hege ich immer schlechtere Gefühle beim Vorbeigehen an diesem Laden. Und das hat gar nichts mit diesem Laden zu tun sondern vielmehr mit den Kunden (ich nenne sie liebevoll „Ökos“, was ich wirklich nicht böse meine und in dem vollen Bewusstsein, dass das Kundenspektrum viel größer ist und dass „Ökos“ nur früher ein Wort war, was man verwenden durfte).

Diese Kunden also kommen sehr oft mit dem Fahrrad. Nichts schlimmes – und dass es in mein Klischee passt sei nur am Rande bemerkt – wenn sie das tun. Und würden sie sich an ein paar Regeln halten, wäre das nicht einmal mir einen Beitrag wert.

Was passierte heute so gegen 8.15 Uhr? Fünfzehn Minuten, bevor der Laden überhaupt aufmacht kam ein Kunde, der wohl als Ziel hatte, der erste Kunde zu sein. Er kam von hinten auf dem Gehweg angebraust, klingelte mit seiner Fahrradklingel und rief: „Vorsicht. Vorsicht. Ich muss da durch.“ Nun, er musste zwischen den Werbeschildern, die etwas den halben Gehweg einnehmen, mir und den geparkten Autos durch. Ging aber nicht, den etwas Breite habe ich auch. Und ausweichen konnte ich auch nicht, denn so behände bin ich nicht, dass ich mit einem doppelten Flic-Flac den Platz so schnell freigeben kann. So musste der Radler (auf dem Gehweg) recht scharf bremsen – und ich zog mir seinen Unmut zu.

Anmerkung: Wegen mir hätte der ruhig versuchen können, durch das Werbeschild hindurch zu fahren…

Auf dem Heimweg heute wollte ich wieder dort vorbei. Und es ging einfach nicht. Die Räder waren so gestellt, das wirklich der gesamte Gehsteig nicht mehr passierbar war, sofern man mehr Umfang hat als ein Blatt Papier dick ist. So war ich gezwungen, auf die Straße auszuweichen. Im Gegensatz zu meinem „Freund“ vom Morgen habe ich mich nicht großartig darüber aufgeregt. Im Gegenteil. Ich musste schmunzeln.

Assoziert man doch mit Alnatura-Kunden eben diese Menschen, die auf ihre Ernährung achten, tolerant sind, etwas für die Gesellschaft tun, etc. Und genau die schaffen es nicht darauf Rücksicht zu nehmen, dass da vielleicht eine Mutter und ihr Kinderwagen durch wollen (ist ja immer das super Klischeebeispiel bei Gehwegsproblemen).

Ist das an Absurdität noch zu überbieten?

Irgendwie sieht man daran doch irgendwie, dass es bei manchen Menschen echte Diskrepanzen gibt zwischen dem Wollen und dem Tun. Dem Schein und dem Sein.


Anmerkung: Der Hinweis im Kommentar ist korrekt. Alnatura (im Sinne des Nicht-Möbelhändlers) schreibt man selbstverständlich nur mit einem „l“. Das wurde korrigiert.


 

Ein Gedanke zu “Alnatura, Fahrräder und Ökos…

  1. susanne schmiedt

    Hallo, ihren Bericht habe ich eben gelesen. Leider ist ihnen ein gravierender Rechtschreibfehler passiert: der Laden, den sie meinen, schreibt sich nur mit einem L – und hat so gar nichts mit dem Naturmöbelhändler zu tun, der sich mit Dopple -LL schreibt.
    Etwas mehr Sorgfalt wäre beim Verfassen des Berichts angebracht gewesen – abgesehen davon, dass ein Laden wohl kaum für das Verhalten seiner Kunden im Verkehr verantwortlich ist…..

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