Markus Hof

Schöne Worte

Kürzlich las ich das Wort „Gehedder“ und zwar in dem Zusammenhang einer Frage, ob man sich mit etwas ins Gehedder kommen würde.

Wie wahrscheinlich die meisten Leser an dieser Stelle, verstand ich das Wort sofort und war mir gar nicht unsicher, dass es dieses Wort auch wirklich gibt. Aber das Wort gibt es laut Duden gar nicht. Unverschämtheit, würde ich sagen. Denn es ist ein schönes Wort, dass sich aus „verheddern“ und der Wendung „ins Gehege kommen“ zusammensetzt.

Komisch, dass es der Duden noch nicht aufführt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich werde jedenfalls nun beginnen, dieses Wort wann immer möglich zu verwenden. Und irgendwann wird das Ziel erreicht sein – und „Gehedder“ steht im Duden.

Daneben gibt es ganz viele andere Worte, die wir viel zu selten verwenden. Zum Beispiel „Fisimatenten“, „Remmidemmi“ oder „Kokolores“. Diese drei Worte stehen übrigens im Duden – *noch* stehen sie dort, würde ich sagen. Allerdings gehören sie immer noch zu den deutlich bekannteren Worten.

Zumindest, wenn man sie mit Worten wie „Bramarbas“ oder „Hahnrei“ vergleicht. Beide stehen ebenfalls im Duden. Ich muss ehrlicherweise eingestehen, dass ich beide bislang nicht kannte. Das könnte für mich sprechen, wenn man sich die Bedeutung der beiden Worte einmal anschaut. Denn das eine bedeutet „Pralhans“ („Bramarbas“). Und dieses Wort beschreibt jemanden, der gerne prahlt, also im Grunde einen Angeber. So haben wir das früher in der Schule genannt. Und ein betrogener Ehemann bin ich auch nicht. Deswegen nennt man mich auch nicht „Hahnrei“.

Und wenn wir jetzt noch das Wort „Gehedder“ in den Duden bekommen, dann wird der Duden am Ende noch ein Bestseller…


 

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