21. Februar 2021

Schreibgeräte – ein Vergleich

Wer mich kennt oder wer diese Seite hier intensiv studiert hat, dürfte die Vermutung hegen, dass ich Schreibgeräte gerne mag. Am interessantesten finde ich Füller. Füllfederhalter, wie man auch sagt.

Bis vor Kurzem war ich der festen Meinung, dass die Füller von Montblanc ein ganz guter Kompromiss zwischen Alltagstauglichkeit und Schreibspaß sind. Schreibspaß im Sinne von: Ein hochwertiges Schreibgerät zu verwenden und beim Schreiben ein gutes Gefühl zu haben. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich den Montablanc-Onlineshop nicht empfehlen kann; die Einkäufe vor Ort waren jedoch meistens angenehm.

Neben dieser Erfahrung gab es es den Grund, dass Montblanc scheinbar die von mir sehr hoch geschätzte “UltraBlack”-Serie eingestellt hat, was mich letztlich einmal dazu bewogen hat, einen Füller von Graf von Faber-Castell zu kaufen. Eigentlich ging ich in den Laden, um “nur mal zu schauen”. Es war übrigens in der Zeit zwischen den beiden Lockdowns in 2020.

Ich wurde sehr nett bedient und mir wurden ein paar Modelle gezeigt. Ich schwankte etwas zwischen der Sonderedition “Sequin Bently” und einem “Guilloche”-Modell. Beide lagen extrem gut in der Hand. Man hatte direkt das Gefühl, etwas sehr hochwertiges zu benutzen. Das Probeschreiben brachte mich dann dem “Guilloche” näher und ich sah ihn mir genauer an.

Mein Eindruck war sofort, dass dieses Schreibgerät sehr hochwertige Materialen verbaut hatte, ich hatte angenehme metallenen Flächen in der Hand, genauso wie die Schaftbeschichtung aus einem sich sehr angenehm in der Schreibhand anfühlendem Material. Die Füllerkappe hatte ein (im Vergleich mit meinen Montblancs) hohes Gewicht und war komplett aus Metall mit schönen, kleinen Verzierungen und einem Clip, der durchdacht designed ist. Mit “Abbrechsicherung”, wie ich es nenne.

Kurzum: Ich war sofort begeistert und aus dem “mal Schauen” wurde ein “mal Kaufen”. Auch das problemlose Federwechseln erstaunte mich. So bekam ich meinen ersten Füller von Graf von Faber-Castell.

Später las ich dann, dass die Schreibgeräte auch “handgemacht” sind, was mir gar nicht so bewusst war. Aber es rundet das Erlebnis noch einmal ab. Ich bin sicher, es wird nicht mein letztes Schreibgerät von Graf von Faber-Castell sein.

Auf jeden Fall ist die Marke Montblanc durch dieses schöne Erlebnis sehr deutlich in den Hintergrund getreten bei mir. Im direkten Vergleich kann keiner meiner Füller mithalten – der UltraBlack noch ansatzweise, aber die anderen nicht mal mehr ansatzweise. Natürlich nutze ich sie dennoch ab und zu, aber der wirklich Schreibspaß kommt, wenn der “Guilloche” zum Einsatz kommt.

Und die nächste Entscheidung fällt wieder zwischen “Sequin”, wahrscheinlich wieder das “Bently”-Sondermodell, und diesmal einem “Tamitio”. Und zum nächsten runden Geburtstag gib es dann einen “Pernambuk” – aber schauen wir, was noch passieren wird.

Auch die Welt der schönen Schreibgeräte ist stetig im Wandel!

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